Vera Buck: „Keine Angst, Darling“

Ob die vermeintliche Sicherheit wirklich besser ist?

Buchcover von "Keine Angst, Darling" von Vera Buck

Wieder einmal ein brillanter Thriller von Vera Buck.

Das Thema, das sie hier verarbeitet, ist das der sogenannten „Tradwifes“. Ohne jede Wertung, aber durchaus kritisch.

Die beiden Hauptfiguren sind die Schwestern Paula und Lea. Paula lebt mit ihren drei Söhnen und ihrem Mann in Frankfurt, Lea wiederum in Florida. In den sozialen Medien inszeniert sich Lea als Trad Wife – als traditionelle Hausfrau. Sie backt und kocht den ganzen Tag, lächelt dabei und dreht schöne Videos davon. Eine kleine Tochter ist ebenfalls vorhanden. Paula fällt auf, dass ihre Schwester plötzlich keine Videos mehr hochlädt und macht sich trotz Familienchaos und einer schwierigen Beziehung zu ihrer Schwester auf nach Florida, um nach ihr zu schauen und aus nur wenigen geplanten Tagen werden Wochen.

Sie trifft auf ein umzäuntes und mit Sicherheitspersonal ausgestattetes Gelände, die „Santa Familia“, und kann von Glück sprechen, dass sie überhaupt Zugang erhält. Lea ist jedoch nicht da, ihr Mann erzählt ihr von einer mehrwöchigen Detox-Veranstaltung, bei der Lea auch nicht erreichbar ist und sie lernt ihre kleine Nichte kennen, die ziemlich verstört wirkt. 

Lea lässt sich aber von niemandem abwimmeln und beginnt, überall nachzuforschen. Dabei bringt sie sich natürlich in große Gefahr. 

Vera Buck macht hier ein sehr spannendes Thema auf: Trad Wifes sind Frauen, die sich einem Leben als Ehe- und Hausfrau verschrieben haben. Sie führen tagtäglich ihren Haushalt und halten ihren Männern den Rücken frei. All das natürlich perfekt gestylt, wie es der Mann eben mag. Sie sind überzeugt davon, vollkommen unabhängig zu sein.

Der Thriller eignet sich gut, wenn man einen rasanten Erzählstil mag und vor allem Geschichten mag, in denen gesellschaftskritische Themen verwendet werden.

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